Gericht bestraft Online-Hetze gegen Brigitte Macron

Zehn Personen wurden in Paris wegen Cyber-Belästigung von Brigitte Macron verurteilt, nachdem sie über Jahre falsche Gerüchte verbreitet hatten.

16.01.2026 8:30
red04
© Adobe Stock

Ein Pariser Gericht hat kürzlich zehn Personen wegen Cyber‑Belästigung gegen die französische Präsidentengattin Brigitte Macron verurteilt. Die Urteile folgen auf eine strafrechtliche Klage, die Macron wegen der Verbreitung falscher und diffamierender Behauptungen im Internet eingereicht hatte.

Gerüchte im Netz

Die Angeklagten – acht Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 41 und 65 Jahren – hatten online falsche Behauptungen über Brigitte Macron verbreitet. Unter anderem behaupteten sie, sie sei biologisch ein Mann oder habe ihr Geschlecht gewechselt. Auch wurde die Ehe mit Präsident Emmanuel Macron wegen des Altersunterschieds von 24 Jahren diffamierend kommentiert. Die Kampagne der Verleumdungen erstreckte sich über mehrere Jahre und wurde über soziale Netzwerke sowie Videos verbreitet.

Gericht setzt Grenzen

Die Strafen reichen von mehreren Monaten Bewährung bis zu acht Monaten Haft auf Bewährung. Zusätzlich wurden einige Verurteilte verpflichtet, an Sensibilisierungsmaßnahmen gegen Cybermobbing teilzunehmen oder zeitweise soziale Medien nicht zu nutzen. Das Gericht ordnete zudem die Zahlung von Gruppen-Schadensersatz an. Der Prozess fand im Oktober 2025 statt; Brigitte Macron nahm persönlich nicht daran teil. Vor Gericht äußerte ihre Tochter, dass die anhaltenden Online-Angriffe zu ständiger Anspannung geführt hätten.

Zwischen Meinungsfreiheit und Verleumdung

Das Urteil reiht sich in die laufenden juristischen Bemühungen Frankreichs ein, gegen Online-Hass und Cyber-Belästigung vorzugehen. Französische Medien betonen die Notwendigkeit, zwischen freier Meinungsäußerung und rechtswidriger Verleumdung zu unterscheiden. Kritiker weisen darauf hin, dass die rechtliche Abgrenzung oft komplex ist. Auch international hat die Online-Kampagne gegen Brigitte Macron Aufmerksamkeit erregt. Sie ist Teil einer größeren Debatte über Desinformation, Internetmobbing und die Verantwortung von Plattformen und Nutzern für die Verbreitung falscher Informationen.

(red)

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