Metaversum – ein gescheitertes Experiment?

Das Metaversum ist in der Welt der Technologie die größte Spekulation der letzten Jahre. Die Idee, eine neue virtuelle Welt als direkte Weiterentwicklung des Internets zu schaffen, war bereits ein Leckerbissen für viele Unternehmen.

Hier wurde schon an das große Geld gedacht, dass diese Unternehmen von den Nutzern einnehmen werden, um ihnen den Zugang zu einem neuen Universum zu ermöglichen. Es soll aus Filmen, Konzerten, Treffen, Online-Spielen und allem, was man sich in digitaler Form vorstellen kann, bestehen.

Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihren Alltag in ein virtuelles Format umwandeln: Treffen, Besprechungen, Essen gehen, Sport, Filme, Messen, virtuelle Spiele, Shopping und die Online Casino wie NetBet werden in der neuen 3D-Umgebung, die gerade entsteht, verfügbar sein.

Die aus Science-Fiction-Filmen bekannte Welt sollte mit großen Schritten auf uns zukommen. Um eine erste Vorstellung zu bekommen, wurde zuerst ein Spiel vorgestellt, in dem man sein Leben in einer virtuellen Welt gestalten konnte. Darauffolgend erschien Metaversum – das „Baby“ von Mark Zuckerberg.

Virtuelle Realität ohne Grenzen

Es handelt sich um eine virtuelle Welt, die unabhängig von der realen Welt existieren soll. Allerdings ist dies kein völlig idealisierter Raum. Menschen, die eine VR-Brille aufsetzen und ihn betreten, sind nicht in der Lage, ihre Gefühle zu kontrollieren. Das Ergebnis ist, dass sich die Menschen im Metaversum anders verhalten als im echten Leben. Mark Zuckerberg betonte, dass nur wir die Grenzen dieser Welt erfinden können.

Das reale Leben ist attraktiver als das imaginäre Leben

Nach Ansicht von Zuckerberg hat dieses Projekt eine große Zukunft vor sich. Dieses Jahr sollte es von über einer Million Menschen genutzt werden. Es stellte sich jedoch heraus, dass es derzeit nur 200.000 dieser Nutzer gibt – und selbst diese “wenigen” Nutzer sind noch viel zu wenig aktiv.

Sie schauen hinein, kehren aber schnell wieder zurück. Sie bevorzugen offensichtlich die Realität statt des experimentellen Lebens. Zuckerbergs Konkurrenten betonen, dass dies nicht die optimale Richtung für eine weitere Entwicklung des Internets und der Nutzer ist. Sie konzentrieren sich weiter auf Augmented Reality, die im realen Leben helfen soll, es aber nicht ersetzen soll.

Die Grundidee des Metaversums

Die Idee ist folgende: Man setzt sich eine spezielle VR-Brille auf und taucht in eine gigantische virtuelle Stadt ein. In der soll der Nutzer dann entscheiden, was er tun will, so als würde man auf einen Link in seinem Browser klicken.

Sie können eine Besprechung mit Ihren Bürokollegen verfolgen, einkaufen gehen, als wären Sie im Supermarkt, die neue Kollektion Ihrer Lieblings- Bekleidungsmarke anprobieren oder spielen, malen, Freunde in Ihr „digitales“ Haus einladen und so weiter, ohne Ihr Wohnzimmer zu verlassen.

Hier sollen Möglichkeiten entstehen, die noch weiter zu definieren sind. Sollte man es wirklich einmal schaffen, dies in die Realität umzusetzen, wird es eine wirklich gigantische Operation sein.

aleksandr popov 9vDdkxSCAD4 unsplash 26. Februar 2024
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Probleme des Metaversums

Abgesehen von den sozialen Gefahren, die sich aus der Einschließung in eine virtuelle Umgebung ergeben, muss das Metaversum noch einige Hindernisse überwinden, um an Aufwind zu gewinnen. Auch wenn die Betrachter, die virtuelle Realität und die Plattformen bereits verfügbar sind – oder fast – gibt es einige Probleme, die unbedingt gelöst werden müssen.

Das Erste: Wer wird das Metaversum verwalten? Die plausibelste Lösung besteht darin, sich auf eine gemeinnützige Organisation zu stützen, die alles verwaltet, so wie es jetzt auch mit dem Internet geschieht. Und das zweite, was eng mit dem ersten Punkt zusammenhängt: Wie wird das Recht im Metaversum durchgesetzt?

Diese Fragen müssen jedoch erst nach der Einführung des Metaversums gestellt werden, sodass wir noch einige Jahre Zeit haben werden, um die richtigen Antworten zu finden.