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Sicherheitsbehörden warnen vor Online-Betrug beim ESC

Rund um den Eurovision Song Contest 2026 in Wien warnen Behörden vor gefälschten Tickets und Betrugsversuchen im Netz.

08.01.2026 13:26
red04
© Adobe Stock
Gefälschte Shops und Ticketseiten nehmen rund um Großevents stark zu.

Der bevorstehende Eurovision Song Contest in Wien zieht nicht nur Millionen Fans an, sondern auch Kriminelle, die online versuchen, mit gefälschten Tickets und Phishing-Mails Profit zu machen. ORF, EBU, BMI, die Stadt Wien und die Plattform „Watchlist Internet“ warnen vor Betrugsversuchen und geben Hinweise, wie Fans sicher Karten erwerben können.

Nur über gesicherte Plattformen

Ein wichtiger Schutzmechanismus ist das mehrstufige Ticketingsystem. Registrierungen auf eurovision.com und oeticket.com waren bis zum 18. Dezember 2025 möglich. Erst danach können registrierte Personen Tickets auf oeticket.com kaufen. Wer sich nicht rechtzeitig angemeldet hat, kann in der ersten Verkaufsphase am 13. Jänner keine Karten erwerben. Angebote über soziale Netzwerke oder Drittplattformen, die mit Geheimkontingenten oder besonders günstigen Preisen werben, sind in der Regel Fälschungen.

Häufige Betrugsmaschen

Gefälschte Shops und Ticketseiten nehmen rund um Großevents stark zu. Sie wirken oft täuschend echt, doch Käufer zahlen und erhalten keine gültigen Tickets. Selbst Kopien werden am Einlass abgewiesen. Phishing-Mails mit angeblichen Gewinnen oder Last-Minute-Tickets sind ebenfalls verbreitet. Ein Blick auf die Absenderadresse reicht meist, um sie als Betrugsversuch zu erkennen. Auch vermeintliche Angebote auf Social-Media-Plattformen oder Umfragen dienen häufig dazu, persönliche Daten zu stehlen oder Schadsoftware zu verbreiten. Fans sollten Tickets nicht öffentlich posten, da QR-Codes kopiert werden können.

Weitere Sicherheitsrisiken

Abseits des Ticketverkaufs existieren weitere Gefahren: Beim sogenannten Quishing überkleben Betrüger QR-Codes an Automaten oder Tischen mit manipulierten Aufklebern. Ein Scan führt auf gefälschte Seiten, die Daten abgreifen. Ein einfacher Fühl-Test kann manipulierte Codes entlarven. Neue Maschen nutzen KI, um Stimmen von Angehörigen zu klonen. Während der Show-Wochen vom 12. bis 16. Mai könnten Anrufe mit täuschend echten Stimmen zur Aufforderung von Geld führen. Die Polizei empfiehlt, ein Sicherheits-Codewort zu vereinbaren und Rückrufe über bekannte Nummern zu tätigen.

Hinweise und Meldestellen

Die Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Während der ORF die technische Infrastruktur schützt, ist die Mithilfe der Bevölkerung entscheidend. „Sicherheit ist Teamsport“, sagt Martin Pils, Leiter Cyber-Security für den ESC 2026. Verdächtige Angebote oder Mails können über die offiziellen ESC-Seiten und Watchlist Internet gemeldet werden.

(PA/red)

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