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Meta-Konzern führt KI-Assistenten ein

Neuerungen auf den Plattformen Whatsapp, Instagram und Facebook in Europa.

21.03.2025 12:20
red05
© Adobe

Der US-Technologiekonzern Meta startet ab kommender Woche seinen KI-Assistenten auch in der Europäischen Union. Damit erhalten Nutzer von WhatsApp, Instagram und Facebook Zugriff auf eine völlig neue Art der digitalen Interaktion.

Der KI-Assistent von Meta, genannt „Meta AI“, ermöglicht Nutzern, alltägliche Fragen und komplexe Recherchen direkt in Einzel- oder Gruppenchats zu beantworten. Um die KI zu nutzen, genügt es, in einem Chat „@MetaAI“ einzugeben. Die Anwendung kann dann etwa bei Reiseplanungen unterstützen, kreative Ideen liefern oder Diskussionen bereichern, indem sie relevante Beiträge, Reels oder Informationen aus dem Internet bereitstellt.

Zunächst erfolgt die Einführung in 41 europäischen Ländern in sechs Sprachen. Meta plant jedoch, schrittweise alle Funktionen anzubieten, die in den USA bereits seit 2023 verfügbar sind. Dort greifen derzeit rund 700 Millionen Menschen auf den KI-Assistenten zu; bis Ende 2025 möchte Meta eine Milliarde Nutzer weltweit erreichen.

Die Verzögerungen beim Europa-Start waren vor allem auf datenschutzrechtliche Bedenken zurückzuführen. Die irische Datenschutzbehörde kritisierte, dass Meta öffentlich zugängliche Beiträge von Facebook und Instagram zum Training seiner KI nutzen wollte. Nachdem Nutzer Widerspruch gegen die Verwendung ihrer Daten einlegen konnten, setzte Meta das KI-Training in Europa zunächst aus.

Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich der Konzern optimistisch: „Es hat länger gedauert, als wir gehofft hatten, aber wir freuen uns, unsere KI-Technologie endlich den Europäern zur Verfügung stellen zu können“, erklärte Meta in einer Mitteilung.

Neben der textbasierten Chatfunktion plant Meta zudem, weitere multimodale Anwendungen nach Europa zu bringen, die auch visuelle und sprachliche Eingaben verarbeiten. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen eine eigenständige KI-Anwendung, die in direkter Konkurrenz zu Diensten wie ChatGPT treten könnte.

Allerdings sorgten KI-Chatbots in anderen Regionen bereits für Kritik. So geriet Meta AI wegen fehlerhafter oder irreführender Aussagen in die Schlagzeilen, etwa als personalisierte Bots fiktive Biografien präsentierten. Experten warnen zudem vor dem erhöhten Risiko von Fehlinformationen und Spam durch eine tiefere KI-Integration.

Nutzer können die KI-Assistenten bereits kommende Woche erkennen: Ein blaues Kreissymbol in den Apps weist auf den neuen Service hin. Ob Meta AI den hohen Erwartungen gerecht wird und bestehende Probleme löst, bleibt abzuwarten.

(red)

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