Kitzbühel-Rennen fünf Tage lang am Bildschirm

Das Hahnenkamm-Spektakel vom 21. bis 25. Jänner live im ORF sowie ergänzendes Programm auf allen Kanälen.

19.01.2026 12:18
Redaktion
© ORF/west4media
Bergstation Hahnenkammbahn

Wenn der ORF nach Kitzbühel übersiedelt, um die Weltcup-Skirennen zu übertragen, kommen nicht nur Kameras, Drohnen und technisches Gerät mit aus Wien – sondern gefühlt reist auch die halbe Belegschaft an, um den anspruchsvollen Auftrag zu erfüllen. Es gilt auch heuer wieder, den Mythos Streif so zu inszenieren, dass der enorme Produktionsaufwand und die hohen Kosten plausibel erscheinen. Im Namen von Fremdenverkehr und Tourismuswerbung gelingt das zuverlässig.

Von Dienstag, 21., bis Sonntag, 25. Jänner bündelt der ORF seine Kräfte auf allen Kanälen – mit Live-Sport, Analysen, Dokumentationen, Unterhaltung und regionaler Berichterstattung. Die Übertragungen gelten zugleich als Benchmark für die Olympischen Winterspiele 2026, für deren alpine Bewerbe ORF-Chefregisseur Michael Kögler erneut die Weltregie übernimmt.

Sport als Gesamterlebnis

In ORF 1 stehen alle sportlichen Fixpunkte live auf dem Programm: Abfahrtstraining, Super-G, Abfahrt und Slalom auf der Streif. Ergänzt wird das Geschehen durch ausführliche Analysen, Siegerehrungen und Interviews im Vorabend. ORF SPORT + zeigt zusätzlich die Mannschaftsführersitzungen, ORF III setzt ab 20. Jänner einen eigenen dokumentarischen Schwerpunkt.

Technisch fährt der ORF in Kitzbühel wieder auf: bis zu 55 Kameras, darunter vier Drohnen, liefern Bilder aus Perspektiven, die international Maßstäbe setzen. Neu positioniert ist die Kamera am Lärcheneck, um eine der heikelsten Passagen der Streif für das TV-Publikum klarer aufzulösen.

Kommentiert werden die Rennen von Oliver Polzer gemeinsam mit Hans Knauß, Armin Assinger und Thomas Sykora; aus dem Zielraum melden sich Rainer Pariasek, Alina Zellhofer und Benjamin Raich.

Dokus, Hintergründe und Society

Kitzbühel dient während des Rennwochenendes nicht nur als Sportkulisse, sondern auch als Luxusdomizil und Nobelskiort. Gerade diese Mischung macht den Ort medial so attraktiv – man ist hier, um gesehen worden zu sein.

Abseits der Rennen definiert das umfangreiche Begleitprogramm den Begriff „Rahmenprogramm“ neu und verklärt den Mythos Streif weiter:

  • „Der Tunnel – Mentale Grenzen im Sport und auf der Streif“ (18. Jänner) nähert sich dem Mythos aus neurowissenschaftlicher Perspektive.
  • „Dok 1: Nach dem Sturz – Die Opfer der Streif“ (21. Jänner) beleuchtet die Schattenseiten des Spektakels und das Leben nach schweren Unfällen.
  • „Kitzbühel am Schirm“ zeigt, wie das Rennen seit Jahrzehnten medial inszeniert wird – vom Regiepionier bis zur heutigen Hightech-Produktion.
  • „Mythos Kitzbühel“ spannt einen zeitgeschichtlichen Bogen über acht Jahrzehnte Wintersport.
  • Am Sonntagabend bringt „Promis, Partys, Pistentratsch“ das gesellschaftliche Umfeld auf den Bildschirm, gefolgt vom Heimatporträt „Wir sind Kitzbühel – Platzhirsche und Zuagraste“.

ORF auf Dienstreise

Auch abseits des Fernsehens ist Kitzbühel omnipräsent: Hitradio Ö3 sendet mit dem Wecker live aus der Gamsstadt, „Frühstück bei mir“ kommt direkt vom Hahnenkamm-Wochenende. ORF Tirol berichtet auf allen Kanälen mit regionalem Fokus auf Sport, Wirtschaft und Gesellschaft.

Online bündelt der ORF das Geschehen auf sport.ORF.at, ORF ON und im Teletext – mit Livestreams, Highlight-Videos, Tickern, Analysen und Hintergrundgeschichten. Das Ergebnis ist ein multimediales Gesamtpaket rund um das bekannteste Skirennen der Welt.

Und so bleibt der VIP-Reigen in Kitzbühel für einen Gutteil der Beteiligten ein Spesenposten, während die Gebührenzahler daheim ihre Haushaltabgabe in Form eines besonders aufwendig gestalteten Programms wiederfinden.

Umso größer ist die Hoffnung, dass am Ende zumindest jener Streif gefahren wird, der den Mythos seit Jahrzehnten trägt – und sei’s um „Die Opfer der Streif Teil 2“

(ORF/red)

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