Kaiserliche Souvenirs von Schönbrunn per Mausklick
Mit einem neuen Online-Shop überträgt Schloss Schönbrunn sein Retail-Modell in den digitalen Raum.
Was bislang vor allem Besucherinnen und Besuchern vor Ort vorbehalten war, wird nun weltweit zugänglich: Die Schönbrunn Group hat ihre gesamte Souvenir- und Produktwelt in einen eigenen Online-Shop überführt. Unter dem Claim „Post aus Schönbrunn“ ging die neue Plattform Ende Jänner 2026 offiziell online. Präsentiert wurde das Projekt im Apothekertrakt des Schlosses – ein symbolischer Ort für den Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart.
Zum Start sind mehr als 100 Produkte erhältlich, das Sortiment soll schrittweise auf rund 700 Artikel anwachsen. Ergänzt wird das Angebot monatlich um etwa 30 neue Stücke. Der Versand erfolgt direkt vom Schlossareal, eigens dafür wurde eine eigene Logistiklösung eingerichtet. Der Kaufakt endet damit nicht abstrakt im Paketzentrum, sondern bewusst im historischen Setting – eine Erzählung, die mitgedacht und vermarktet wird.
Digitalisierte Tradition
Der Online-Shop ist Teil einer größeren Strategie, das imperiale Erbe auch jenseits des physischen Besuchs erlebbar zu machen. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, die den Shop als erste Kundin testete, sprach von einem zusätzlichen Zugang zum österreichischen Kulturtourismus. Der digitale Kanal soll dabei nicht bloß Umsatz generieren, sondern auch als Instrument moderner Kulturvermittlung fungieren.
Für die Schönbrunn Group ist der Schritt folgerichtig. Geschäftsführer Klaus Panholzer verweist auf steigende Shopumsätze an den Standorten und auf das Potenzial internationaler Zielgruppen, die Schönbrunn bislang nur aus Bildbänden oder Social Media kennen. Der Online-Shop übersetzt dieses Interesse in ein dauerhaft verfügbares Angebot.
Kaiserliche Produktwelt
Inhaltlich setzt der Shop auf eine klare Linie: Jedes Produkt soll einen nachvollziehbaren Bezug zur Geschichte, zu Räumen oder zu Persönlichkeiten des Hauses Habsburg haben. Ob Sisi-Sterne, Maria-Theresia-Schmuck oder Kosmetikartikel – die Entwürfe entstehen in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin, die historische Motive in zeitgemäßes Design überführt. Die Auswahl reicht von kleinen Mitnahmeartikeln bis zu hochwertigeren Sammlerstücken.
Umgesetzt wurde die Plattform gemeinsam mit der Austria Manufaktur. Geschäftsführer Alexander Mantz spricht von einem zwölfmonatigen Entwicklungsprozess, in dem imperiale Symbolik und moderne E-Commerce-Logik zusammengeführt wurden. Die Entscheidung, Versand und Abwicklung direkt im Schloss zu verankern, ist dabei Teil des Gesamtkonzepts.
Webshop: schoenbrunn-shop.com
(PA/red)