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Harry fordert Entschädigung von Boulevardmedien

Prinz Harry fordert im Prozess gegen die „Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ hohe Entschädigungen für sich und weitere Kläger.

31.03.2026 13:28
red04
© Adobe Stock
Die Kläger werfen ANL vor, zwischen 1993 und 2018 Privatdetektive eingesetzt zu haben, um Autos und Wohnungen zu überwachen, Telefongespräche abzuhören und unter falschen Identitäten Zugang zu medizinischen Unterlagen zu erhalten.

Vor dem Abschluss eines langwierigen Rechtsstreits hat Prinz Harry hohe Entschädigungszahlungen von britischen Boulevardzeitungen verlangt. Das Anwaltsteam des Prinzen appellierte am heutigen Dienstag vor dem Londoner Gericht, dass der Verlag Associated Newspapers Ltd (ANL), Herausgeber von „Daily Mail“ und „The Mail on Sunday“, zu erheblichen Zahlungen an Harry und sechs weitere Kläger verurteilt werden solle.

Weitere prominente Kläger

Zu den weiteren Klägern gehören Pop-Star Elton John und Schauspielerin Elizabeth Hurley. Der Prozess hatte vor rund neun Wochen begonnen. Nach den Abschlussplädoyers wurde für Dienstag der formelle Abschluss des Verfahrens angesetzt, während das Urteil voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt verkündet wird.

Vorwürfe der Medienverfolgung

In einer emotionalen Aussage im Jänner beschrieb Harry, dass die Berichterstattung der ANL-Medien das Leben seiner Frau Meghan stark belastet habe. Er selbst habe sich aufgrund der medialen Verfolgung „paranoid“ gefühlt und zeigte dabei sichtbare Emotionen. Auch Elizabeth Hurley berichtete während ihrer Aussage von belastenden Erfahrungen. Sie schilderte, dass die Medien heimlich Abhörgeräte an ihrem Esszimmerfenster angebracht hätten, um private Informationen zu sammeln.

Vorwürfe gegen Verlag

Die Kläger werfen ANL vor, zwischen 1993 und 2018 Privatdetektive eingesetzt zu haben, um Autos und Wohnungen zu überwachen, Telefongespräche abzuhören und unter falschen Identitäten Zugang zu medizinischen Unterlagen zu erhalten. David Sherborne, Anwalt der Kläger, sprach von einem „weitreichenden Einsatz privater Ermittler“. Nach seinen Angaben konnten die Journalisten der „Daily Mail“ nicht schlüssig erklären, wie sie an Exklusivinformationen für ihre Artikel gelangten. ANL wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Recherchen der Journalisten legal erfolgt seien.

Schwieriges Verhältnis zu Medien

Prinz Harry hat bereits seit seiner Kindheit ein angespanntes Verhältnis zu den Medien, unter anderem wegen des tödlichen Unfalls seiner Mutter Prinzessin Diana 1997, der teilweise auf die Verfolgung durch Paparazzi zurückgeführt wird. 2020 zogen sich Harry und Meghan von ihren royalen Pflichten zurück und leben heute mit ihren beiden Kindern in Kalifornien.

(APA/red)

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