Wer zum Handkuss kam

Von DoppelgĂ€ngern mit verblĂŒffender Ähnlichkeit bis hin zu computergenerierten Baby-Fotos: Wie Promis zu Opfern gefakter Medienberichte werden.

Dass man nicht alles glauben sollte, was im Internet steht, zeigt der jĂŒngste Fauxpas der Klatschpresse. Ist die Neuigkeit zu heiß, vergisst man schon mal jegliche Prinzipien guter journalistischer Arbeit. Um diese These zu testen, forderte der YouTuber Marvin in einem Video Ende JĂ€nner die Presse heraus – und schafft damit eines von vielen Beispielen fĂŒr Fake-Geschichten rund um (vermeintliche) Celebrities.

Ulkich und Verkohlen

Die angeblichen News: Die 21-jĂ€hrige Laura MĂŒller und ihr 28 Jahre Ă€lterer Freund Michael Wendler erwarten ein Baby. Alles, was es brauchte, waren ein tĂ€uschend echt aussehendes Laura-MĂŒller-Double, ein gefĂ€lschter Baby-Bauch und eine Kamera. Das Bildmaterial schickte Marvin dann im Namen eines erfundenen Fotografen – mit dem wunderbar ironischen Namen Richard Ulkich – an verschiedenste Klatschmagazine im deutschsprachigen Raum. Ein ebenso fiktives Fangirl namens Michaela Verkohlen sollte zusĂ€tzlich ein Video per Instagram an die VerlagshĂ€user schicken, um die GlaubwĂŒrdigkeit der Geschichte durch eine zweite Quelle abzurunden.

Wer jetzt denkt, die Presse hĂ€tte den Fake niemals entlarven können: Falsch gedacht. Marvin Wildhage, wie der 25-jĂ€hrige YouTuber bĂŒrgerlich heißt, hat einige ziemlich offensichtliche Hinweise in den Bildern versteckt. Zwar wurden die Bilder extra in einem amerikanischen Supermarkt in Deutschland aufgenommen, damit das Ganze authentisch wirkt – immerhin wohnen Laura und Michael in Florida. Die Beschilderung sowie die Preise sind allerdings trotzdem auf Deutsch ausgezeichnet. So ist etwa auf einem der Bilder das Wort „Kasse“ auf einem Schild zu lesen, ebenso wie ein Eurozeichen, dass man eigentlich nicht ĂŒbersehen kann, wenn man sich die Bilder genau anschaut. Außerdem ist im Hintergrund ein Mann mit Winterjacke zu sehen – dieser dĂŒrfte bei den wohlig warmen Temperaturen in Florida wohl ganz schön ins Schwitzen kommen. Ganz zu schweigen von dem Tattoo am Handgelenk von Nina Reh – so heißt die DoppelgĂ€ngerin, die gleichzeitig die Freundin von SchlagersĂ€nger Ikke HĂŒftgold ist.

Es dauerte nicht lange, da hatte Marvin bereits die ersten Mails von Verlagen im Postfach…

von Larissa Bilovits

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Der Homo erectus

Über alte weiße MĂ€nner, ihre digitalen Umgangsformen und die Frage: Was wurde aus dem guten alten Gentleman?

Denn Sie das Wort „Hassposting“ lesen, dann denken Sie vermutlich „arme Frau“. Genau. Studien – einige wurden auch auf der Website des Bundeskanzleramtes veröffentlicht – zeigen: Frauen werden wesentlich hĂ€ufiger Opfer von sexualisierter Gewalt im Internet als MĂ€nner. Vielleicht denken Sie sich: „Jetzt kommt wieder so ein ‚Frauen sind arm und MĂ€nner nicht‘-Gedöns!“ Oder Sie denken sich nur „Blablaba!“ Ja, dann liegt die Vermutung nahe, dass Sie ein alter, weißer Heteromann sind. Vielleicht sogar einer aus der Medien- & Kommunikationsbranche, der es eigentlich besser wissen mĂŒsste. Denn Worte haben Macht, und wĂ€ren sie Waffen, dann wĂŒrde sich die Femizid-Statistik in Österreich wohl noch grausamer darstellen. 

2021 wurden durchschnittlich mehr als zwei Frauen pro Monat getötet. Welche Rolle dabei Social Media spielt und warum soziale KanĂ€le, die eigentlich Orte des Austauschs und der offenen Kommunikation sind, Schauplatz von Gewalt – sei es auch „nur“ verbaler – werden? Hier ein Weckruf.

Pro Tag werden weltweit 500 Millionen Tweets versendet, also 6.000 pro Sekunde. Es ist aber ein Tweet vom Donnerstag, dem 21. Oktober 2021, der einen – in der österreichischen Twitterbubble – mit den Augen rollen lĂ€sst.

von Rosa Vogel

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Die (schwere) Wahl der Waffen

Social Media, Banner-Werbung, Podcast, Content-Video, Advertorial oder Sponsored Story? Wo sind Marketing-Inhalte im Internet am besten aufgehoben? Ein Überblick ĂŒber Tops und Flops in der digitalen Werbewelt. 

Die Branche ist im Umbruch. Es liegt bereits an der rasanten Dynamik des Mediums Internet selbst, dass sich Werbeformen und -formate stĂ€ndig Ă€ndern und weiterentwickeln. Was gestern brandheiß und top war – wie Pop-up-Banner – ist heute ein No-Go. Vor allem in den kommenden Monaten werden die Karten beim Internet-Marketing völlig neu gemischt. Wo bereits die DSGVO dem Wildwuchs und der ungenierten Nutzung von heikelsten User-Daten einen großen Riegel vorgeschoben hat, drohen nun weitere BeschrĂ€nkungen. Vom „Aus“ fĂŒr die 3rd Party Cookies, auch wenn die Galgenfrist etwas verlĂ€ngert wurde (siehe Reportage im Heft), bis hin zu weiteren Hindernissen beim Nutzen von User-Daten zu Marketing- und Werbezwecken reichen die Korsetts.  

Wie bedeutend vor allem der mobile Markt – Smartphones – fĂŒr digitale Werbung geworden ist, unterstreicht der „Mobile Communications Report“ der MMA zum Corona-Jahr 2020: Die mobile Internetnutzung ist weiter gestiegen. Noch nie zuvor wurden in Österreich derartig viele Apps genutzt und mehr mobil eingekauft. 98% der Menschen hierzulande besitzen ein Smartphone, sogar in der Altersgruppe der 60- bis 69-JĂ€hrigen benutzen es 96%. Knapp 35% sind mit dem mobilen Internet zufrieden. Die LieblingsbeschĂ€ftigung: Videos mobil ansehen. Am hĂ€ufigsten werden dabei lustige Kurzvideos (54%) angeschaut, 46% sehen ErklĂ€rvideos (Tutorials) und 54% Musikvideos. Spannend fĂŒr die Werbebranche: Beinahe die HĂ€lfte der mobilen Internet-User nutzen YouTube-Videos vor einer Online-Kaufentscheidung. Zudem haben beinahe 67% der User bereits Produkte online eingekauft, mehr als 55% bezahlen auch mit dem Handy. 

Nicola Dietrich, Chief Strategy Officer der Content Performance Group COPE (sie gehört zum Styria-Konzern), bringt ExtraDienst auf den letzten Stand in Sachen Internet-Marketing und gibt wertvolle Einblicke in den digitalen Werbewerkzeugkasten. 

von Alexander Haide

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Der Spotifeind

Dass Musik reich machen kann, ist fĂŒr die allermeisten Kreativen nur eine Theorie. Anders bei den großen Vermarktern. Daniel Ek, GrĂŒnder des Audio-Streaming-Dienstes Spotify, gilt als Spitzenverdiener im Business. Seine jĂŒngste Investition aber ist mehr als fraglich.

Der Schwede Daniel Ek zĂ€hlt zu den reichsten Menschen der Welt. 4,8 Milliarden US-Dollar betrĂ€gt sein Vermögen laut dem Forbes Magazin (Stand 2021). Zu verdanken hat er diesen Umstand Millionen von Musikschaffenden, die ihre Kunst auf seiner Plattform Spotify zum Streamen anbieten. Und natĂŒrlich den 381 Millionen Nutzerinnen und Nutzern (Stand 2021), die sie auf ebendieser konsumieren.

Das Prinzip von Spotify scheint praktisch und bequem, ist der schwedische Streamingdienst aus Stockholm auf auditiver Ebene doch nichts anderes als Netflix auf visueller. Musik, HörbĂŒcher und Podcasts können auf dem Handy, Tablet oder PC gestreamt und gehört werden. ZusĂ€tzlich können Userinnen und User eigene Playlists erstellen oder auf fremde zugreifen, sich vernetzen und Titel teilen. Das Mixtape und der klassische CD-Kauf gehören seither der Vergangenheit an. Seit dem Start der Plattform im Oktober 2008 ist die geografische VerfĂŒgbarkeit auf 184 LĂ€nder angewachsen (Stand 2021).

von Christopher Hahn

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Die Influencer-Vermarkter

Wenn man auf Instagram oder anderen Social-Media-KanĂ€len bereits eine kleine BerĂŒhmtheit ist und gerne noch mehr Geld mit Posts verdienen möchte, dann kommen Influencer-Vermarkter ins Spiel. Wer diese sind und was sie leisten, lesen Sie hier bei ExtraDienst.

Ihnen folgen Millionen von Menschen im Internet: Influencer. Das oft belĂ€chelte Business der Internetgeneration scheint fĂŒr Außenstehende ein Leichtes zu sein. Ein Post hier, ein Video dort und der Rubel rollt. Doch ganz so leicht, wie es scheint, ist es nicht! Es gibt einige Sachen, die beachtet werden mĂŒssen. Wer als Influencer durchstarten möchte, selbst aber weder genĂŒgend Expertise oder Zeit besitzt, sollte sich an Experten wenden. Ganz dem Zeitgeist entsprechend, haben sich auch hier eigene Wirtschaftszweige entwickelt: Influencer-Networks und Influencer-Marketing-Agenturen gibt es inzwischen zuhauf. Diese sind darauf spezialisiert, sich um die Interessen der Influencer zu kĂŒmmern und Unternehmen an die Social-Media-Stars heranzufĂŒhren.

von Janet Teplik

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Bitte kauf mich

Geld fĂŒr Einblicke in das Leben von Selfmade-Internetstars ausgeben? Klingt krude, ist allerdings bereits RealitĂ€t. ExtraDienst hat sich die neueste Idee der Social Media-Welt angesehen.

Der Konkurrenzkampf unter den Social Media-Plattformen ist enorm. Immer wieder erscheinen neue Features, die den Content Creators neue Möglichkeiten bieten, ein Einkommen in den Netzwerken zu generieren. Plattformen wie YouTube und Twitch haben sich unlĂ€ngst um neue Finanzierungsmodelle bemĂŒht und sind daher nicht auf die Werbung, die von Unternehmen geschaltet wird, angewiesen. Follower können auf den Video- und Streaming-Plattformen durch bestimmte Abo-Modelle Content Creators unterstĂŒtzen. DafĂŒr erhalten sie im Gegenzug beispielsweise Vorab-ZugĂ€nge zu exklusiven Inhalten. Bislang war die Facebook-Tochter Instagram eine Foto-Sharing-Plattform, auf der Influencer ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Kooperationen mit Marken und Unternehmen einzugehen und fĂŒr diese Werbung auf ihren KanĂ€len zu schalten. Hier ein Post, da eine Story – und schon sind je nach Follower-Anzahl tausende Euros verdient. Doch auch Instagram orientiert sich an den immer weiter anwachsenden MaßstĂ€ben der Social Media-Welt und testet bereits eine neue Bezahlversion ihrer Plattform.

von Janet Teplik

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