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Shame on Breitenecker

Mehr Sein als Schein auf der Joyn-Präsentation
© Andreas Tischler / picturedesk.com

Markus Breitenecker, Corinna Milborn, Raffaela Schaidreiter, Roland Weißmann und Michael Stix

Großer Bahnhof in der Heidi Horten Stiftung. Markus Breitenecker, ProSiebenSat.1-Chef und Mastermind von Joyn führt das „große Wort“. Das, was er sagt, ist erstaunlich. Stimmt freilich nicht. Er meint wortwörtlich. „Nicht nur, dass wir eine super User-Experience mit diesem Streamer erzeugen wollen für unsere User:innen, sondern auch, dass wir alle Sender in Österreich, alle professionellen Bewegtbildveranstalter auf einer Streaming-Plattform vereinen.“

Naja, eigentlich hätte es heißen müssen: vereinen wollen. Denn ALLE sind dort nicht vertreten, wie man Interviews mit Walter Zinggl entnehmen kann, der sich strikt weigert, mit der IP-RTL-Gruppe bei Joyn mitzumachen. So meint Zinggl etwa im ExtraDienst-Interview: „Es war aber auch keine Frage, die wir lange diskutieren mussten. Denn die Plattform der RTL-Gruppe, RTL+, ist angetreten, um Europas größte und beste Entertainment-Plattform für alle Konsumenten zu sein. Seit Jahren werden zig Millionen Euro in den Aufbau dieser Entertainment-Plattform investiert. Es gibt eine strategische Zielrichtung, dort nicht nur die Inhalte der diversen Fernsehsender und der diversen Printverlage, sondern auch die Inhalte von Penguin-Books, eine 100-Prozent Tochter von Bertelsmann, und BMG dort zu platzieren. Damit war von vornherein klar, dass es uns nicht wirklich reizen kann, unsere Inhalte auf Joyn zu platzieren.“

Breitenecker führt weiter aus: „Unsere Partner sind hier, der ORF ist hier, ich glaub der Roland Weißmann kommt in wenigen Minuten, die Stefanie Groiss-Horowitz, ehemals Puls 4, jetzt ORF-Direktorin, ist auch hier, KroneTV ist hier, wir haben den Christoph Dichand hier, wir haben ServusTV hier, die ServusTV Manager, und viele andere unserer Stars und Protokollisten und Partner, die alle auf der Plattform vereint sind.“

Und auch das „alle“, siehe oben, stimmt nicht. Weil halt einer der Big Player fehlt. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, bei einer Präsentation die wahren Zusammenhänge zu verschleiern. Manche mögen sowas die Unwahrheit nennen.

Wenn Vorsatz im Spiel ist, dann nennt man so etwas eine Lüge. Weiß Breitenecker nicht, wer aller am österreichischen Markt ist? Und dass da eben nicht „alle“ bei ihm und Joyn dabei sind? Dann wär’s nur die Unwahrheit, was er gesagt hätte.

Da aber davon auszugehen ist, dass er es weiß: Sie lügen, Herr Breitenecker. In aller Öffentlichkeit. Auf einer Präsentationsveranstaltung. Eigentlich eine Schande…

Als Beweis fügen wir an dieser Stelle ein Video des Redebeitrags von Markus Breitenecker an:

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