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Netzwerk Klimajournalismus stellte Klima-Kodex vor

Unter den Unterzeichnern finden sich APA, "Heute", "Wiener Zeitung", "Regionalmedien" und "Datum".
Pixabay

Klima-Kodex aus der Taufe gehoben 


Das Netzwerk Klimajournalismus hat einen Klima-Kodex prĂ€sentiert. Dieser dient als Richtlinie fĂŒr „eine angemessene, klare und konstruktive Berichterstattung ĂŒber die Klimakrise“, wie es in den Leitlinien heißt. MedienhĂ€user, die den Kodex unterschreiben, bekennen sich etwa zu wissenschaftlichen Fakten, rĂ€umen Klimaberichterstattung Platz und Ressourcen ein, zeigen Lösungen und Handlungsmöglichkeiten auf und achten auf angemessene Bebilderung und Wortwahl.

In den Leitlinien des Klima-Kodex heißt es: „Die Klimakrise ist gemeinsam mit dem Artensterben die dringlichste Krise in diesem Jahrhundert. Sie gefĂ€hrdet unsere Lebensgrundlagen und hat deshalb höchste PrioritĂ€t.“ Unterzeichnende Medien erkennen wissenschaftliche Fakten zum Klimawandel an und denken diese ressort- und themenĂŒbergreifend mit. Neben den Folgen der Erderhitzung sollen auch unterschiedliche Lösungen und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Betont wird: „Klimajournalismus ist kein Aktivismus.“

Die Leitlinien sind nicht verbindlich, womit kein Eingriff in die redaktionelle UnabhĂ€ngigkeit vorliege, sagte Netzwerk-Sprecherin Verena Mischitz. Die Verantwortung liegt weiterhin bei den Redaktionen. Jedoch kann ein fĂŒnfköpfiges Gremium VerstĂ¶ĂŸe feststellen und dazu anhalten, Fehler richtigzustellen. Bei wiederholten Fehltritten kann die Mitgliedschaft aufgekĂŒndigt werden. Zudem kann das Netzwerk Klimajournalismus ĂŒber VerstĂ¶ĂŸe gegen den Kodex öffentlich berichten.

Der Klima-Kodex wurde von Journalistinnen und Journalisten aus unterschiedlichen Redaktionen erarbeitet und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Klimaforschungsnetzwerk Climate Change Centre Austria (CCCA). Die wissenschaftliche Begleitung ĂŒbernahm IPCC-Autor Daniel Huppmann (IIASA). Unterzeichnet haben den Klima-Kodex etwa bereits die APA – Austria Presse Agentur, Heute, Regionalmedien, Wiener Zeitung, Datum, Moment, Die Chefredaktion, andererseits und tag eins.

Die Kleine Zeitung unterstĂŒtzt die formulierten Ziele und kĂŒndigt an, den hauseigenen “Code of Conduct” im Sinne der vom Klima-Kodex verfolgten Stoßrichtung zu prĂ€zisieren. UnterstĂŒtzung gibt es auch vonseiten CCCA, Presseclub Concordia, Reporter ohne Grenzen Österreich, fjum, der Fachhochschule Wien und vom Österreichischen Presserat. „Die Klimakrise ist das zentrale Problem unserer Zeit und damit auch ein SchlĂŒsselthema fĂŒr den Journalismus. Ich begrĂŒĂŸe jede Initiative, die die Klimaberichterstattung stĂ€rkt und sich fĂŒr eine sachliche und wissenschaftsbasierte Aufbereitung einsetzt“, hielt Presserat-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alexander Warzilek fest.

 

apa

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