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Im Vorjahr endete die mäßig erfolgreiche Zusammenarbeit von ORF und Dominic Heinzl. Dessen vorabendliches Society-Format „Chili“ hatte sich als Quotenflop erwiesen. Seither ist Heinzl vom Bildschirm verschwunden - und die Branche rätselt: Wo wird der umstrittene Gesellschafts-Reporter anheuern?

ExtraDienst lüftet das Geheimnis – und nennt die einigermaßen unerwartete Auflösung: Heinzl wird bei keiner der bekannten heimischen TV-Stationen arbeiten, sondern an einem neuartigen Online-Video-Projekt namens „Fastcast“ mitarbeiten. Das wurde von TV-Routinier Harald Hackenberg (vormals W1 und Puls 4) entwickelt und geht nächste Woche on air. Das Projekt setzt voll auf Tempo: Eigens geschulte Außenreporter mit Hightech-Rucksäcken („Chatpacks“) berichten im Alleingang von Events und Ereignissen. Das Außergewöhnliche: Die Reporter sind mit einer zehn Kilo schweren, kompletten Tech-Ausrüstung unterwegs, können ihre gefilmten und live besprochenen 70-Sekunden-Beiträge (in HD-Qualität) sofort auf der Homepage www.fastcast.at hochladen bzw. an Vertragspartner aus der Medienwelt versenden. Derzeit ist Hackenberg mit zahlreichen Verlagshäusern und Agenturen in Vertragsverhandlungen: „Schneller ist keiner. Dieses Konzept ist weltweit einzigartig und hat das Potenzial, den Journalismus zu verändern.“

Grundsätzlich seien seine Reporter bei fast allen Anläsen einsetzbar. „Vom Mordfall über Politik bis hin zur Vernissage – vieles ist möglich“, sagt Hackenberg: „Ein Schwerpunkt wird aber sicher Society sein.“ Um diesen Bereich zu koordinieren, hat Hackenberg Heinzl an Bord geholt: „Er soll uns mit seiner Erfahrung helfen – und auch selbst Beiträge machen.“ Heinzl also mit raumfahrtähnlichem Rucksack als Ein-Mann-Team, etwa beim Lifeball? „Natürlich“, so Hackenberg, „Dominic hat bereits erste Versuche mit der Ausrüstung hinter sich.“ Zusätzlich zu den Event-Einsätzen werden derzeit auch Sendereihen auf www.fastcast.at für Heinzl konzipiert. Zur Diskussion steht etwa eine Art tagesaktuelles Frühstück-bei-mir-Format. Heinzls Einschätzung des Highspeed-TV-Konzepts: „Fast Cast“ ist für mich die Zukunft!“